ab in die ownCloud

Seit einigen Tagen nutze ich meine eigene ownCloud-Installation und bin sehr zufrieden mit der Integration des Kalenders (mittels CalDAV) und der Kontakte (über CardDAV) in meine ThunderbirdLightning– und Android-Umgebung. Eine Anleitung dazu habe ich u. a. hier gefunden und die beiden zugehörigen Android-Apps (CalDAV-Sync und CardDAV-Sync) funktionieren problemlos (eine davon ist kostenpflichtig), ebenso wie die Thunderbird-Plugins (z. B. SOGo Connector Thunderbird extension).

Zwar sind nun ein Teil meiner privaten Daten im Internet, aber immer noch unter meiner Kontrolle 🙂 Ich habe mir schon länger abgewöhnt, private Daten bei US-Firmen abzulegen. So habe ich etwa bis zur Installation meiner ownCloud meine Kalender- und Adressdaten nur lokal gespeichert und zwischen Smartphone sowie Thunderbird mittels MyPhoneExplorer synchronisiert. Das war natürlich nicht so bequem wie z. B. der google-Service, aber bezüglich meiner privaten Daten bin ich etwas „altmodisch“ und vermeide auch schon seit längerem, allzu viel von mir in sozialen Netzwerken mitzuteilen. Ich übertreibe es dabei aber auch nicht, so verwende ich etwa in der alltäglichen Internet-Nutzung praktisch nie Tor und erlaube (fast) alle cookies und scripts, um nicht auf den damit verbunden „Komfort“ verzichten zu müssen.

Abschließend vielleicht noch ein kurzer Tipp, wie ich meine Daten seit Jahren sichere: Ich arbeite mit Thunderbird Portable, welches ich in einem verschlüsselten TrueCrypt-Container ablege. Für sämtliche Dienste nutze ich zufällige und lange Passworte (mittels KeePass) und achte bei den wenigen Passworten, die ich mir merke, auf eine möglichst hohe Sicherheit (siehe u. a. Wikipedia-Eintrag). Gerade die Nutzung von Thunderbird Portable hat sich bewährt, da ich so an unterschiedlichen Rechnern stets meine Mail- und PIM-Umgebung verfügbar habe. Bei meinem Smartphone orientiere ich mich an den IT-Sicherheitsleitlinien des Arbeitskreises IT-Sicherheit an der UniBwM. Eine weitere brauchbare Quelle für entsprechende Informationen ist u. a. das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

4 Gedanken zu „ab in die ownCloud

  1. Conny

    Willkommen bei ownCloud 🙂 Wir verwenden das System ähnlich wie du. Praktisch ist vor allem die Verknüpfung zum Thunderbird/Lightning – wobei hier manchmal Einträge vom Smartphone auf Thunderbird/Lightning verspätet synchronisiert oder gesperrt werden. Hattest du auch schon das Problem?
    Viele Grüße,
    Conny

  2. Alexander Florian Beitragsautor

    Hallo Conny,
    ja, mit dem genannten Nutzungsszenario bin ich wirklich sehr zufrieden. Die Datei-Synchronisation nutze ich vorerst nicht, da ich ja für einen längeren Zeitraum einen festen Arbeitsplatz habe (und private Dateien bleiben bei mir momentan im lokalen System). Bisher war die Synchronisation zwischen den Geräte bei mir nicht zeitkritisch (und ich habe bisher auch nicht darauf geachtet). Bei Tests hat es gleich funktioniert, allerdings hatte ich da die Synchronisation manuell „angestoßen“. Vermutlich lässt sich das Zeit-Intervall in der Kalender-App bzw. der CalDAV-App einstellen (ich nutze den business calendar [gekauft]).

    Liebe Grüße,
    Alex

  3. Erikas Welt

    Hallo, kennst sich jemand von euch mit Dropbox aus? irgendwie kann man dort nur einzelne Dateien und maximal 2 GB hochladen ohne etwas bezahlen zu müssen. Ich brauche für meine Webseite http://www.erikas-buchwelt.de/ für Bilder etwas mehr Platz. Gibt es bessere Alternativen zur Cloud-arbeit?

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