{"id":13,"date":"2006-02-25T10:58:23","date_gmt":"2006-02-25T09:58:23","guid":{"rendered":"http:\/\/alexander-florian.de\/?p=12"},"modified":"2006-02-25T10:58:23","modified_gmt":"2006-02-25T09:58:23","slug":"didacta-2006-umfrage-durchgefuhrt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/alexander-florian.de\/?p=13","title":{"rendered":"Didacta 2006: Umfrage durchgef\u00fchrt"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich gestern schon kurz \u00fcber die Didacta und den Intel-Stand geschrieben hatte, will ich jetzt \u00fcber die von mir durchgef\u00fchrte <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/alexander-florian.de?p=8\">Umfrage<\/a> berichten.<br \/>\nZun\u00e4chst vorneweg: es ist nach Anlaufschwierigkeiten besser gelaufen als erhofft und ich habe insgesamt 410 Frageb\u00f6gen (349 Lehrer- und 61 Studentenfrageb\u00f6gen) gesammelt \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Doch nun der Reihe nach. Am Montag ist es bisschen schleppend losgegangen. Das lag daran, dass noch nicht so viel auf der Messe los war. Au\u00dferdem habe ich am ersten Tag kaum mithelfen k\u00f6nnen, da ich noch einige Dinge regeln musste und auch erst am Mittag in Hannover ankam. Und zus\u00e4tzlich habe ich Marco, mein Assistent f\u00fcr Montag und Dienstag (von Intel bezahlt), in den ersten Stunden nur im Umfeld des Intel-Standes arbeiten lassen (wo, wie schon berichtet, nicht so viel los war). Sp\u00e4ter habe ich mich dann aber nach R\u00fccksprache dazu entschieden, in die Halle mit den Schulbuchverlagen zu wechseln und dort Lehrer anzusprechen. Das war auch deshalb kein Problem, da die Umfrage von der Uni Augsburg durchgef\u00fchrt wurde und es das neue Intel-Logo nicht mehr rechtzeitig auf den Fragebogen &#8222;geschafft&#8220; hatte (was im Nachhinein sogar ein Vorteil war).<br \/>\nJedenfalls habe ich Montag und Dienstag schnell festgestellt, dass es ziemlich anstrengend ist, den ganzen Tag in der trockenen Luft einer Messehalle rumzulaufen und wildfremde Menschen anzusprechen, um f\u00fcr eine Kurz-Befragung zu werben. Nachdem ich meine Hemmungen etwas abgebaut hatte, wurde ich etwas besser. Angeregt wurde ich auch durch Ruben und R\u00fcdiger, die am Mittwoch und Donnerstag hochmotiviert mitgeholfen haben. W\u00e4hrend ich zun\u00e4chst fast nur einzelne Messebesucher angesprochen habe, die entspannt wirkten, sind Ruben und R\u00fcdiger auch auf ganze Gruppen zugegangen. Und das hat am Ende auch bei mir funktioniert \ud83d\ude09 Aber ich bin wirklich sehr dankbar, dass Ruben und R\u00fcdiger mitgemacht haben. Sie haben in unseren zweist\u00fcndigen Befragungsphasen meistens doppelt so viele Frageb\u00f6gen gesammelt wie ich \ud83d\ude42 Ab Mittwoch kamen sogar noch freiwillig zwei Intel-Praktikanten dazu, die immer dann, wenn sie kurz Zeit hatten, mitgelaufen sind.<\/p>\n<p>Die Befragung selbst war sehr interessant. Da ich zun\u00e4chst sehr selektiv entspannt wirkende Messebesucher angesprochen hatte, war meine Mitmachquote sehr hoch (ca. 7-8 von 10). Sp\u00e4ter als ich, durch Ruben und R\u00fcdiger animiert, etwas wahlloser auf die Messebesucher zugegangen bin, ist diese Quote auf 40-60% gesunken.<br \/>\nAlles in allem war die Bereitschaft schon sehr hoch. Das hing zum einen damit zusammen, dass wir von der Uni kamen. Und dass die Befragung wirklich sehr kurz ist (14 Fragen, max. 2 Minuten). Nat\u00fcrlich hat das Notebook-Gewinnspiel auch eine Rolle gespielt. Das habe ich aber fast immer erst dann erz\u00e4hlt, als die Angesprochenen schon stehen geblieben sind &#8211; insofern war es wohl nur bei den wenigsten entscheidend (manche wollte beim Gewinnspiel auch gar nicht mitmachen), zumindest war das bei mir so. Die Tageszeit war auch nicht unwichtig. Vormittags waren viele noch entspannt. Mittags waren viele genervt. Und gegen Nachmittag ging es dann wieder (vermutlich hatten viele ihr Messeprogramm dann schon hinter sich).<\/p>\n<p>Daneben war auch der Interviewer-Effekt interessant. Bei uns M\u00e4nnern haben tendenziell etwas mehr Frauen mitgemacht und bei der Intel-Praktikantin haben die angesprochenen M\u00e4nner mehr Bereitschaft gezeigt, an der Befragung teilzunehmen \ud83d\ude09<br \/>\nZus\u00e4tzlich wurde mir von R\u00fcdiger erz\u00e4hlt, dass er den Eindruck hatte, das Antwortverhalten sei dadurch beeinflusst, ob einzelne Befragte den Fragebogen alleine bearbeiten oder ob ihn mehrere Befragte parallel beantworten (also eine Gruppe, bei der alle mitmachen und jeder seinen eigenen Fragebogen ausf\u00fcllt). So sei es wohl dazu gekommen, dass die einzelnen Befragten eher angaben, lieber alleine zu lernen, w\u00e4hrend die Befragten aus den Gruppen ankreuzten, dass sie es bevorzugen w\u00fcrden, im Team zu lernen &#8211; wobei R\u00fcdiger auch gesagt hat, dass dieser subjektive Eindruck m\u00f6glicherweise durch pr\u00e4gnante Einzelbeispiele verf\u00e4lscht ist&#8230;<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich noch fand ich die Gespr\u00e4che, die immer wieder durch den Fragebogen zustande kamen, sehr interessant. Dabei wurde mal wieder deutlich, wie wenig standardisierte Umfrage-Ergebnisse aussagen. Obwohl ich in meiner Doktorarbeit \u00fcberwiegend quantitativ arbeite, was aufgrund meiner hohen Fallzahlen gar nicht anders m\u00f6glich ist, stelle ich regelm\u00e4\u00dfig fest, wieviel mehr Informationen in &#8222;qualitativen Daten&#8220; steckt. Als Beispiel will ich noch kurz die Frage nach der technischen Ausstattung an Schulen anf\u00fchren. Die Befragten sollte diese technische Ausstattung in Schulnoten bewerten. Und wenig \u00fcberraschend ist eine &#8222;2&#8220; nicht unbedingt eine &#8222;2&#8220; bzw. hei\u00dft es nicht, dass eine &#8222;2&#8220; besser als eine &#8222;4&#8220; sein muss. So haben manche ganz begeistert erz\u00e4hlt: &#8222;Wir haben eine super PC-Raum, also ist unsere Ausstattung mindestens gut (2)&#8220;. Andere haben gesagt: &#8222;Wir haben zwar ein paar PC-R\u00e4ume, mir reicht das aber nicht, ich will in jedem Klassenzimmer einen Beamer etc., also gebe ich nur eine Vier&#8220;. Solche Details gehen in den scheinbar objektiven Fragebogen-Auswertungen leider h\u00e4ufig unter. Jedenfalls bin ich mal gespannt, welche Ergebnisse die Auswertung liefern wird. Ich werde dar\u00fcber berichten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich gestern schon kurz \u00fcber die Didacta und den Intel-Stand geschrieben hatte, will ich jetzt \u00fcber die von mir durchgef\u00fchrte Umfrage berichten. Zun\u00e4chst vorneweg: es ist nach Anlaufschwierigkeiten besser gelaufen als erhofft und ich habe insgesamt 410 Frageb\u00f6gen (349 Lehrer- und 61 Studentenfrageb\u00f6gen) gesammelt \ud83d\ude42 Doch nun der Reihe nach. 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